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Dieser Film ist für Vorstellungen im Kino freigegeben und verfügbar (?).
| Erscheinungsjahr: | 2010 |
|---|---|
| Genre(s): | Dokumentation |
| Spieldauer: | 0 Minuten |
| Sprache: | Deutsch |
| Altersfreigabe: | 0 |
| Regie: | |
| Verleiher: | Verleiher gesucht |
| Filmwebseite: | http://www.wand5.de/wand5cm... |
| Beschreibung: | DIGITALE SIMULATIONEN, ARCHITEKTURUTOPIEN UND STUTTGARTER BAUSTELLEN Media-Space 2010 Über Virtuelle Realität und Stadtgestaltung Verändert eine Gesellschaft die Architektur einer Stadt oder verändert die Architektur einer Stadt deren Gesellschaft? Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Architektur die Kunstgattung, die in der Öffentlichkeit am lebhaftesten diskutiert wird. Als Ausdruck von technischem Fortschritt und gesellschaftspolitischer Entwicklung transportiert sie Utopien und Zukunftsvisionen. Zudem repräsentiert sie Status, Macht und wirtschaftliche Größe der Bauherren und Auftraggeber, vermittelt eine künstlerische Ideologie und stellt stets aufs Neue die Herrschaft über Naturkräfte unter Beweis. (Utopische Architektur Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009) Eine Gesellschaft, die nicht länger über ihre Entwicklung nachdenkt, ist beunruhigend. Aber welches sind die Bedürfnisse und Anforderungen, die die Gesellschaft an die Architektur und den Städtebau stellt? Sind es Neubauprojekte oder Denkmalschutz – wo liegen die Maßstäbe der Ästhetik und der Zweckmäßigkeit und wie werden die Städte in Zukunft aussehen? Multimedia bietet uns heutzutage viele Möglichkeiten für die Visualisierung von architektonischen Utopien. Schon lange entwerfen Architekten ihre Bauten nicht mehr nur in Modellen und entsprechenden Zeichenprogrammen, sondern zeigen anhand von aufwendigen 3D-Animationen und interaktiven Systemen eine virtuelle Welt, die die Vorstellungskraft der Betrachter anregt, aber auch deren Meinungsbildung beeinflussen kann. Für den kommenden Media-Space 2010 entwickelt Wand 5 e.V. aufgrund der Bauvorhaben und aktuellen Diskussion in Stuttgart ein Programm mit den Themen Architekturutopien, virtuelle Realität und Stuttgart 21. Wir möchten die Schnittstelle zwischen medienkünstlerischer Äußerung und den Möglichkeiten der verfügbaren Technologien hinterfragen. Welche Mechanismen bewirken unterschiedliche Sichtweisen? Weshalb üben 3D-Animationen einen so großen Reiz beim Betrachter aus? Entsprechen diese Bilder einer realen Vorstellung oder einer Wunschvorstellung? Welche technischen oder medialen Mittel werden jeweils eingesetzt, um eine Idee bestmöglich zu veranschaulichen? Welche Bildsprache ist am effektivsten und wie reagieren die Betrachter? Stuttgart selbst wirft diesbezüglich viele Fragen auf und wir konzentrieren uns daher in unserem Programm auf die verschiedenen oben genannten Blickwinkel in Bezug auf die lokalen Gegebenheiten. Ziel ist hierbei, nicht zu polarisieren, sondern die unterschiedlichen Positionen objektiv darzustellen und einen konstruktiven Austausch anzuregen. Seit Mitte der 1990er Jahre repräsentieren Bahnhofsneubauten in fast allen deutschen Großstädten den Status und die wirtschaftliche Größe einer Stadt. Auch der neue Bahnhof von Stuttgart symbolisiert Fortschritt und Geschwindigkeit und das Modell wird oft multimedial präsentiert. Die Interaktivität bei den Ausstellungen im Bahnhofsturm oder Rathaus sind für das Publikum eine geeignete Lösung, sich mit den anstehenden Veränderungen vertraut zu machen. Aber wie funktionieren die künstlichen Bilder wirklich? Beeinflussen sie die Phantasien der Menschen? Wir betrachten die neuesten Gestaltungsmöglichkeiten von virtuellen Welten und vergleichen diese mit der Formensprache der jeweils innovativsten Bauten der heutigen Zeit. Könnten z.B. die Skylines von Shanghai oder Dubai nicht einer aufwendig gestalteten Computerspielgrafik entnommen sein? Und erinnern die organischen Formen moderner Stadion- und Museumsbauten - oder Teile des Modells des neuen Stuttgarter Bahnhofs - nicht vielmehr an digitale Vektorgrafiken? Wie bildet sich eine Meinung über die äußerliche Form eines Gebäudes, obwohl der Gegenstand der Diskussion noch nicht real vorhanden ist? Reichen die medialen Vorlagen wirklich aus, um objektiv urteilen zu können oder passen sich unsere Sichtweisen den künstlichen Welten an? |
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